SIE WISSEN SCHON WORUM ES GEHT?
Dann gleich hier an der Abstimmung teilnehmen...






...oder erst mal informieren? Darum geht es...


Next

WERTSCHÄTZUNG FÜR ZUGPFERDE!

Eine Initiative zur Grundsicherung im Krankheitsfall für Selbstständige

„Selbst und ständig“, das ist das tägliche Los von selbständigen Einzelkämpfern. Bloß nicht krank werden lautet dabei die Devise. Meist kann nur über teure Versicherungen schlimmeres vermieden werden. Glücklich wer angestellt ist? Oder kann Selbständigen geholfen werden?

Mein Name ist Thomas Götzinger, als Kind bin ich in der Landwirtschaft, genauer gesagt im rheinhessischen Weinbau, aufgewachsen. Der pflegliche, achtsame Umgang mit dem landwirtschaftlichen Gerät und den Nutztieren, hier insbesondere unserer Arbeitspferde, wurde mir sehr früh vermittelt. War das Kaltblut krank, kam der Tierarzt und der ganze Hof nahm Anteil daran. Das Pferd wurde betreut und umsorgt. Ohne Zugpferde keine Landarbeit in den Steillagen - kein Ertrag im Herbst, kein Profit für den Hof. Umsorgte, gepflegte, „wertgeschätzte Zugpferde" - guter Ertrag, guter Profit. So war der Deal!

Heute bin ich Unternehmer und Zugpferde in der Landwirtschaft gibt es kaum mehr - Zugpferde in der Wirtschaft umso mehr. Dazu gehören in Deutschland knapp 71.000 (2013 ) Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern und ca. 3.6 Mio. Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern, die meisten von ihnen inhabergeführt.

Next

ABSICHERUNG IM KRANKHEITSFALL?


Angestellte sind im Krankheitsfall gesetzlich durch die Krankenkasse in definiertem Rahmen abgesichert.

Wie sieht es in diesem Bereich bei uns Selbständigen und Kleinunternehmern aus?
Gaaaanz finster! Im Krankheitsfall gibt es in der Regel 2 Optionen:

    1. Krank sein und trotzdem arbeiten, um zumindest einen Mindestumsatz zu generieren
    2. oder krank sein und nicht arbeiten und somit ein hohes existentielles Risiko eingehen.


Wer hat darauf schon Lust? Die Konsequenzen sind in beiden Fällen niederschmetternd. Entweder leidet die Gesundheit und damit die zukünftige Leistungsfähigkeit, oder der Kunde ist unzufrieden und springt eventuell sogar ab. Zusätzlich sind die elementaren Bedürfnisse in Gefahr, wie zum Beispiel das Wohnen.

Vor allem diese Faktoren erhöhen den Druck auf Unternehmer kontinuierlich.

Next

LANGZEITFOLGEN IN SICHT?

Natürlich. Wir, die Selbstständigen und Kleinunternehmer, versuchen tagtäglich mit dieser schwierigen Situation umzugehen.

  • Entweder wir bauen auf unsere höhere psychische Widerstandskraft (Resilienz) und gehen über unsere Grenzen,
  • ruinieren wie schon oben genannt unsere Gesundheit
  • oder vertrauen auf die finanzielle Unterstützung von „Family & Friends“
Die Langzeitfolgen sind unter anderem stark belastete soziale Verhältnisse in unseren familiären Umfeldern bis hin zu Trennungen.

Quelle www.statista.com/umfrage/unternehmen-nach-beschaeftigtengroessenklassen/

Next

IN ZAHLEN AUSGEDRÜCKT

Der volkswirtschaftliche Schaden durch krankheitsbedingte Ausfälle liegt in Deutschland bei ca. 225 Milliarden und psychischer Stress macht davon einen immensen Anteil aus. Wie groß der Anteil dieser Kosten bei uns Selbständigen und Kleinunternehmern ist, wurde bisher noch nicht mal ermittelt.
Interessiert dies Niemanden?

Was aber klar zu benennen ist, ist der hohe volkswirtschaftliche Nutzen unseres tagtäglichen unternehmerischen Handelns. Das sind nämlich alleine bei der Umsatzsteuer etwa 154 Milliarden Euro pro Jahr.

Der Bundeshaushalt 2016 sieht einen Etat in Höhe von 312 Milliarden Euro vor. Der von uns erwirtschaftete Anteil liegt, allein bei der Umsatzsteuer, schon bei knapp der Hälfte.

Brave Pferde!


Quellen: www.statista.com/umfrage/einnahmen-aus-der-umsatzsteuer/
Tabelle 1: Eckdaten zum Regierungsentwurf 2015 und zum Finanzplan bis 2019   I  Bundesministerium für Finanzen www.bundesfinanzministerium.de


Next

Wo bleibt die verdiente Wertschätzung?

Wertschätzung für Angestellte kommt im Idealfall vom Vorgesetzten, Wertschätzung für Selbständige und Kleinunternehmer im Idealfall von der Gesellschaft.

Die Realität spricht leider eine andere Sprache.

Wir erbringen unsere Leistungen im B2B-Geschäft und für die Endverbraucher im B2C-Geschäft. Dort stellen wir Produkte bzw. Dienstleistungen zur Verfügung, die wir in der Regel an regionale Endverbraucher verkaufen. Wir halten quasi die Wirtschaft am Laufen.
Und was ist der Dank?

Selbständige und Kleinunternehmer müssen wesentlich härter dafür kämpfen eine Wohnung zu mieten oder einen Kredit für Weiterbildung, Investition oder Konsumgüter zu erhalten. Wir müssen uns in der Gesellschaft für das was wir tun rechtfertigen und erhalten nur selten die Wertschätzung die uns zusteht.
Wäre es nicht herrlich, in den genannten Thematiken nicht benachteiligt zu werden? Ohne die Abwertung „Oh, Sie sind selbständig, können Sie regelmäßige Einnahmen garantieren?“ leben zu können?

Wo bleibt unsere Wertschätzung und wie können wir sie erhalten?

Next

Butter bei die Fische...

…wie der Hamburger sagt. Lasst uns gemeinsam diese gesellschaftliche Bewertung verändern! Sorgen wir gemeinsam für den Einstieg in die Diskussion für mehr Wertschätzung unserer Leistungen und zwar konkret durch die „Grundsicherung im Krankheitsfall“. Und das KOSTENFREI!

Wie soll das funktionieren?
Ganz einfach. Selbständige und Unternehmer, die krank sind und nicht in ihrem Business arbeiten können, erhalten für jeden Krankheitstag Verdienstausfall. Verdienstausfall als entgeltliche Wertschätzung der Gesellschaft. Unsere Leistung ist erbracht! Wir bedienen keinen Versicherungspool, sondern aus der erwirtschafteten Steuer fließt etwas an uns zurück.
Auch vom Ertrag, der durch die Arbeit unserer damaligen Zugpferde erwirtschaftet wurde, war es selbstverständlich, einen Teil in Pflege und Genesung der Arbeitstiere zu investieren.

So ist das!

Next

Mitmachen - so geht´s!

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall war bis 1956 in Schleswig-Holstein noch undenkbar. In diesem Jahr wurde 114 Tage lang durch die Arbeitnehmerschaft dafür gestreikt . Geschenkt wurden diese sozialen Zugeständnisse der Arbeitnehmerschaft nicht.

Hier stand ebenfalls am Anfang die Idee, dann die Forderung, dann die Solidarität.
Liebe Selbständige und Kleinunternehmer. Das gibt es doch auch bei uns! Netzwerke entstehen, Kooperationen, Gemeinsamkeiten, ...! Wir sind 3,6 Millionen Unternehmen - die Masse der deutschen Wirtschaft. Unternehmerische Solidarität für wertschätzende Bedingungen in der Gesellschaft.

Stimmen Sie zu! Helfen Sie das Denken in den Köpfen der Gesellschaft zu verändern! Unterstützen Sie die Forderung nach "Kostenfreier Grundsicherung im Krankheitsfall" und gründen Sie mit uns eine Initiative zur Grundsicherung im Krankheitsfall für Selbständige.

Denn erst 1807, somit gerade mal vor gut 200 Jahren, fiel die Leibeigenschaft der Bauern.
Bauern sind frei ... Zugpferde arbeiten noch dran!

Thomas Götzinger, Netzwerkgründer     I    Co-Autor Jan-Hendrik Schlüter, Unternehmer     I     Co-Autorin Sandra Elsass, Unternehmerin

Next

Jetzt teilnehmen...